Herstellung von Met

Met, auch Honigwein genannt, ist ein alkoholisches Getränk aus Honig und Wasser unter Zusatz von Hefe. Er ist sehr beliebt bei Wikingern, Keltengruppen, Mittelalterfreunden...
Wir haben inzwischen häufig Met selbst gemacht. Probiert das ruhig mal selbst, es kann nicht viel schiefgehen. Schlimmstenfalls kommt irgendeine eklige Plörre dabei raus, die man wegschütten muss :-)
Zunächst wird ein Hefeansatz hergestellt. Dazu gibt man die Hefe in ein Glas mit Apfelsaft (gerne naturtrüb), verschließt das Glas mit etwas Watte und stellt es ein, zwei Tage an einen warmen Ort. Die Hefe vermehrt sich und beginnt den Zucker im Saft zu vergären.
Dann werden 3,5kg Honig in 7l lauwarmem Wasser aufgelöst. Das Honigwasser muss dann bis auf Zimmertemperatur abkühlen, da die Hefe bei mehr als ca. 28 Grad Celsius stirbt.
Jetzt kommt die Hefe dazu und Futter für die Hefe, das Hefenährsalz.
In vielen Rezepten steht, dass der Met lange (mehrere Monate) gären muss. Der erste Versuch ist deshalb schiefgegangen, weil der Met schon nach wenigen Tagen völlig durchgegoren war. Es war Sommer und warm, da geht die Gärung schneller. Weil wir uns an das Rezept halten wollten, haben wir den Met mitsamt der Hefe noch zwei Monate stehenlassen. Dabei hat sich die Hefe zersetzt und der Met wurde bitter. Inzwischen haben wir mehr Erfahrung. Wenn's nicht mehr blubbert und die Hefe sich unten absetzt, ist der Met fertig und sollte von der Hefe getrennt - abgezogen - werden. Das macht man geschickterweise mit einem Schlauch nach dem Saugheberprinzip.
Dokumentationen
Grundsätzlich haben wir festgestellt, dass die Herstellung von eigenem Met von ebenso vielen Faktoren wie Inhaltsstoffen abhängig ist. Welcher Honig, welcher Apelsaft, wie viel Säure? Dazu kommen die Unsicherheiten durch die Länge der Gärzeit und Erwärmungstemperatur. Selbst wenn man mit den selben Grundbedingungen in zwei unterschiedlichen Gärballonen startet wird das Ergebnis hinterher nicht vollständig das selbe sein. Jedenfalls ergibt sich das aus unseren bisherigen Versuchen. Um immer mal wieder nachschlagen zu können wie wir es beim letzten Mal gemacht haben hier die Dokumentationen der letzten Male:
Met 2007
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September 2007 Tag 1 |
1 gestrichener TL Reinzuchthefe 1/2 l Apfelsaft, naturtrüb |
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Tag 2 |
3,5 kg Honig 7 l Wasser 30ml Milchsäure 80%ig 2 TL Mehl 3 gestr. TL Vitamon Combi |
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Tag 9 |
1/2g Kaliumdisulfit pro 5l Geschmack erscheint ganz leicht bitter |
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Tag 12 |
abgezogen |
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Tag 15 |
abgezogen Geschmack hefig aber nicht bitter 1 Ballon randvoll 1 Ballon 3/4 voll, mit 10ml Kieselsol geschönt |
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Tag 20 |
geschönten Met abgezogen, 2 Hände voll Eichenholzstückchen dazu |
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Tag 33 |
0,5g Kaliumdisulfit zu vollem Ballon |
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Tag 73 |
Eichenmet in Flaschen 2,5l 5l Met trüb, süß 1/2g Schwefel, 15ml Kieselsol |
Met 2009 / 2010
Diesmal haben wir 15l Met angesetzt. Da wir nur über kleine 5l Gärballons verfügen, haben wir die Menge auf drei Ballons aufgeteilt. Das gab auch Gelegenheit, ein wenig zu experimentieren.
| Gärballon 1 | Gärballon 2 | Gärballon 3 | |
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November 2009 Tag 1 |
2g Oenoferm Riesling Reinzuchthefe angesetzt mit 1/2 l Lüneburger Apfelsaft |
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| Tag 3 |
3,5kg Honig 7l Wasser 40g Milchsäure 1 EL Mehl 5g Hefenährsalz |
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| Tag 4 | In Apfelsaft angesetzte Hefe dazu | ||
| Tag 5 | In Apfelsaft angesetzte Hefe dazu | ||
| Tag 21 | 1/2g Kaliumdisulfit pro 5l | ||
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Tag 96 (3 Monate 4 Tage) |
Met noch trüb. Süßer weicher Geschmack. Nicht bitter. Unten viel Trub. Mit 5g Kieselsol versetzt. Schäumt beim Umfüllen etwas | völlig klar, im Nachgeschmack leicht bitter, etwas sauer | Met noch trüb. Süßer weicher Geschmack. Nicht bitter. Unten viel Trub. Mit 20g Kieselsol versetzt. |
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Tag 129 (4 Monate 9 Tage) |
immer noch trüb; 20ml Kieselsol ergänzt | ||
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Tag 135 (4 Monate 15 Tage) |
in Flaschen gefüllt | ||
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Tag 139 (4 Monate 19 Tage) |
Zwei Hände fingerdicke Eichenstücke hinzu | ||
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Tag 222 (7 Monate 10 Tage) |
in Flaschen gefüllt | in Flaschen gefüllt. In zwei Flaschen haben wir zusätzlich Gewürze gegeben. | |
Ergebnis 2010 - sieht lecker aus!
Nach dem Abziehen haben wir den im Prinzip fertigen Met noch unterschiedlich "geflavourt". Nach dem wir beim letzten Mal so großen Erfolg mit dem Eichenmet hatten, haben (wie in der Doku zu Gärballon 2 zu ersehen) diesmal wieder einen Versuch damit gemacht, der auch lecker geworden ist. Auf dem Markt haben wir außerdem zwei Gewürzmischungen gekauft und damit auch Mischungen gemacht. Eine Mischung mit Zimt, Rotsandel, Piment, Nelken u. ä. und eine Mischung die eher etwas arabisch anmutet mit Kreuzkümmel, Kardamom, Ingwer und Chilli.
Und lecker ist er auch! Gerade der mit Kräutern gewürzte Met schmeckt eiskalt oder warm besonders gut.





